Tagung der Genossenschaft für Gemeinwohl an den Hertha Firnberg Schulen

Die „Genossenschaft für Gemeinwohl“ wählte für den sommerlichen Strategie-Dialog die Hertha Firnbergschulen als Tagungsort aus.

Die für die Zukunft der zivilgesellschaftlichen Bewegung wichtige Entscheidung, die im Herbst zu treffen sein wird, wie es weitergehen soll, nachdem die Finanzmarktaufsicht den Antrag auf Gewährung einer Banklizenz für die erste ethische Bank Österreichs ablehnt hatte.

Direktorin Ettl betonte in ihrer Einleitung, dass sie die leidenschaftliche Suche der Genossenschaft für Gemeinwohl nach einer Alternative zur aktuellen Finanzwirtschaft bewundere. Mit Leidenschaft und innovativen Ideen hätten auch die Hertha Firnbergschulen viel erreicht. Dem Schulstandort sei es gelungen, in kluger Ausnützung der Autonomiemöglichkeiten, unabhängig von den zentralen Reformvorschlägen des Bildungsministeriums eigene Wege zu gehen, um ein innovatives Konzept für eine zukunftsträchtige Bildung unserer SchülerInnen zu erarbeiten. „Rückschläge entmutigten uns nie, ganz im Gegenteil! Wir arbeiten kontinuierlich - das Credo unserer Namensgeberin Hertha Firnberg „Chancengerechtigkeit für junge Frauen und Männer aus allen sozialen Schichten“ vor Augen - an der Umsetzung unserer Vision. Das ist herausfordernd, den Herausforderungen in der Umsetzung Ihrer Vision durchaus vergleichbar.“

Christian Felber (im Bild mit FVin Schlecht und Direktorin Ettl, Foto: Thomas Reichmann), Autor und Publizist, Gründungsmitglied von Attac Österreich, Initiator der Gemeinwohlökonomie und des Projekts Bank für Gemeinwohl erinnerte in seiner Keynote an die gemeinsame Vision der Genossenschaft für Gemeinwohl: „Unsere Vision ist ein nachhaltiger Wandel der Finanzwirtschaft: Geld soll für die Menschen da sein – nicht umgekehrt.“

Fritz Fessler, Unternehmer und Vorstand der Genossenschaft - seine Tochter besucht den WiV-Zweig (Wirtschaft mit Verantwortung) der HFS, er war übrigens Gast beim heurigen Wirtschaftssymposium der Schule, wo er die Genossenschaft für Gemeinwohl vorstellte - gab Einblick in den finanziellen Status Quo der Genossenschaft und beschrieb in unterschiedlichen Szenarien die Zukunft des Gemeinwohl-Projekts. Sein Vortrag stellte die Grundlage für den Strategiedialog der Teilnehmenden am Nachmittag dar.

Fachvorständin Schlecht und Franz Maier begleiteten das Treffen kulinarisch. Die 60 Mitglieder der Genossenschaft, die den ganzen Tag Gast am Firnbergplatz waren – sie verließen erst um 21.00 Uhr die Veranstaltung – zeigten sich begeistert von der großen Gastfreundlichkeit und den inspirierenden Räumlichkeiten der Hertha Firnbergschulen.

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