Hertha Firnberg Schulen beim Treffen des Relais de la Mémoire in Norden

Hertha Firnberg Schulen beim Treffen des Relais de la Mémoire in Norden

„Europa ist in Gefahr. Bedroht von Rechtsextremismus, Nationalismus, Populismus und Antisemitismus“. Zu diesem Entschluss kam das Relais de la Mémoire bei letzten Treffen in Marseille im Jahr 2018. Das Relais ist ein 1955 gegründeter Verein von Shoa-Überlebenden, WiderstandskämpferInnen und ZeitzeugInnen aus ganz Europa, dessen Ziel es ist, die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus aufrechtzuerhalten und jüngere Generationen über die Vergangenheit aufzuklären. Die Übersetzung des französischen Namens Relais de la Mémoire ins Deutsche bedeutet daher nicht zufällig "Staffellauf der Erinnerung". Die Hertha Firnberg Schulen sind als einzige berufsbildende Schule Österreichs bereits seit 2006 Mitglied der Vereinigung.

In diesem Jahr fand zum wiederholten Male ein Treffen des Relais in der ostfriesischen Stadt Norden statt. SchülerInnen aus Wien, Paris, Marseille, Newcastle und Norden kamen zusammen und arbeiteten mit ZeitzeugInnen zum in Marseille entschiedenen Thema „Europa in Gefahr. Gestern, heute und morgen“. Im Rahmen von  "Runden Tischen", Diskussionen, Präsentationen und kreativen Workshops wurden Gefahren wie beispielsweise der wachsende Rechtsruck in Europa untersucht.
Nach den Gesprächen mit den ZeitzeugInnen wurde allen Teilnehmenden klar, dass Europa dem Rassismus und Nationalismus auf keinen Fall teilnahmslos gegenübersteht. Während dieser fünf Tage wurde aus einer Gruppe von einander vollkommen fremden Menschen, mit verschiedener Herkunft, Kultur und Sprache, ein Team aus politisch motivierten AktivistInnen. Und das ist das Ziel dieses Projektes: amikale Beziehungen zwischen den Kulturen unseres Kontinents zu formen und so ein Europa zu schaffen, das wirklich demokratisch, zukunftsorientiert und sozial agiert.

Text: Philipp Hochedlinger 4HCA

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