Milliardengrab Hypo Alpe Adria – Wirtschaftssymposion 2017

Trotz komplexer Materie fesselte Universitätsprofessor Dr. Josef Aff die SchülerInnen in seinem Vortrag am 21. Februar im Rahmen des diesjährigen Wirtschaftssymposions. Er zeigte auf, wie aus der Hypo Alpe Adria, einer einstigen Kärntner Provinzbank, ein Milliardengrab für den österreichischen Staat wurde und analysierte die desaströse Verstrickung von Wirtschaft und Politik.

Das jährliche Wirtschaftssymposion unter dem Motto „Wirtschaft mit Verantwortung“ ist Teil der wirtschaftlichen Bildung an den Hertha Firnberg Schulen, die neben der fachlichen Ausbildung auch eine wertebasierte Wirtschaftsbildung umfasst.  Bereits im Jahr 2004, zur Zeit des unverantwortlichen Spekulierens an den Finanzmärkten, lange vor der Wirtschafts- und Finanzkrise, wurde eine eigene Ausbildung entwickelt, die die Verantwortung der Wirtschaftssubjekte in den Mittelpunkt aller Betrachtungen stellt.

Im Abschlussjahr widmen die Schülerinnen und Schüler ihre Diplomarbeiten folglich auch wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen.  In Form von „Blitzlichtpräsentationen“ gaben Schülerinnen der 5HBA beim Wirtschaftssymposion Einblick in ihre Arbeiten.

Unsere heutige globalisierte Wirtschaft basiert auf dem Einsatz fossiler Brennstoffe mit   zahlreichen negativen ökologischen, sozialen und ökonomischen Folgen. Diese hat Anna Wittmann im Rahmen ihrer Diplomarbeit erforscht. Laut Wirtschaftskammer Österreich ist Wirtschaftswachstum für den Wohlstand der Gesellschaft unabdingbar. Ist Wirtschaftswachstum aber Garant für Wohlstand? Diese Frage hat sich ist ein Diplomarbeitsteam der 5HBA gestellt. Manuel Hecht hat dabei speziell die Konflikte zwischen Wirtschaftswachstum und Wohlstand analysiert.  Einer Säule unseres Wohlstandes, dem österreichischen Sozialversicherungssystem, hat sich ein anderes Team gewidmet. Katharina Nowak beleuchtet in ihrer Arbeit die Pensionsversicherung in Österreich.

Mit negativen Aspekten unserer Art zu wirtschaften setzten sich zwei weitere Teams der 5HBA auseinander. „Ich shoppe, also bin ich“ stellte der Soziologe Zygmunt Baumann fest. Die Ursachen und Folgen eines übersteigerten Konsumbedürfnisses zeigt Mario Hegyi in seiner Arbeit auf. Die Geschäfte mit der Sucht, insbesondere jenes mit Alkohol, erforschte Michael Steinbichler in seiner Diplomarbeit.

 Wir danken den SchülerInnen für ihre spannenden Präsentationen und Prof. Dr. Aff für seinen zündenden Vortrag!

 

Text: MMag.a Monika Wiedermann
Fotos: Paulina Schroeren

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