Vortrag zum Thema „Jäger- und Sammlergesellschaften“

 

Im Rahmen des Unterrichtfachs „Geschichte und politische Bildung“ durften am 17.10.2018 einige Klassen der 4. und 5. Jahrgänge einen Vortrag des Sozialwissenschaftlers Khaled Hakami zu dem Thema „Jäger- und Sammlergesellschaften“ besuchen.

Als Einstieg sprach er über die Wertung des historischen Bildes des Steinzeitmenschen und dessen inkorrekte Vorurteile, welche er dann analysierte und richtigstellte.

In Verbindung mit einer Feldforschung verbrachte er insgesamt 1,5 Jahre im südthailändischen Regenwald bei einer der letzten Jäger- und Sammlergesellschaften, den Maniq. Anhand seiner Erfahrungen und Forschungen berichtete er den Schülern und Schülerinnen, wie das Leben in solch einer Gesellschaft funktioniert.

In ihrer Kultur gibt es keine Hierarchie, keinen Anführer. Alle Menschen, egal ob Mann oder Frau, jung oder alt, sind absolut gleichberechtigt und unabhängig. Außerdem gibt es natürlich auch sprachliche Unterschiede. Ihre Sprache kennt beispielsweise nur die Gegenwart und es gibt kein Wort für „danke“, da das Teilprinzip die wichtigste Grundlage ihrer Gesellschaft ist.

In einer anschließenden Diskussionsrunde beantwortete Khaled Hakami zahlreiche Fragen zu seinem Leben mit den Jägern und Sammlern, deren Verhalten und Evolution. Wie lange Gesellschaften wie die Maniq jedoch überleben, ist durch die Abholzung der Wälder und dem wachsenden Tourismusgeschäft nur noch eine Frage der Zeit.

Danke an Eva Friedl (4HSA) für den Text

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