Rudolf Kaske, Präsident der Wiener Arbeiterkammer und der Bundesarbeitskammer stellt sich den Fragen der SchülerInnen der HFS

Direktorin Ettl bezeichnete es als hohe Auszeichnung, den AK-Präsidenten Kaske am 29.11. am Firnbergplatz zu einer Diskussionsveranstaltung willkommen zu heißen. 150 SchülerInnen und einige Gäste von außen (Jürgen Brunner, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Parlament und Ruth Becher, Abgeordnete zum Nationalrat und Viktoria Kriehebauer, die ehemalige Direktorin der HFS) waren gekommen.

Rudi Kaske ist eigentlich gelernter Koch und langjähriger Gewerkschafter. Seit 2013 ist er Präsident der Wiener AK und der Bundesarbeitskammer. Er steht für soziale Gerechtigkeit und Fortschritt, für Arbeitsplatzsicherung für Jung und Alt und leistbares Wohnen. Er sieht in Bildung und Qualifikation den Schlüssel für die Zukunft.

Die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen an unserer Schule ist unverzichtbarer Teil unserer Professionalität. Und Veranstaltungen mit externen Vortragenden für SchülerInnen haben Tradition. Wir nehmen seit Jahren am prestigeträchtigen internationalen ZeitzeugInnen-Projekt „Relais de la Mémoire Juniors“ teil. Rudi Kaske ist Vorsitzender des Gedenkdienst-Vereins „Niemals vergessen“, der das Relais-Projekt aktiv unterstützt. Direktorin Ettl lud Präsident Kaske zur Teilnahme am nächsten Treffen im Herbst, das am Firnbergplatz stattfinden wird, ein. Jugendliche aus ganz Europa werden sich mit dem Thema „De la démocratie à la dictature“, von der Demokratie zur Diktatur, beschäftigen. Angesichts katastrophaler Arbeitsmarktpolitik mit neoliberalen Vorzeichen, der zunehmend starken Besetzung der sozialen Frage von rechtspopulistischen extremen Parteien, von Nationalismen, die sich im Aufwind befinden und Religionen, die wieder im Vormarsch sind, wird der allgemeine Demokratieverlust immer mehr zum Thema.

Präsident Kaske gratulierte den Kolleginnen und Kollegen der HFS für deren großes Engagement, das in Freifächer wie den Debattierclub „Misch dich ein!“ fließen. Die HFS nahmen auch heuer wieder mit Erfolg am Debattiertag der AK Wien teil. Die AK ist als eine der vier SozialpartnerInnen mit den politischen Parteien ein wichtiger Player, der Einfluss auf die österreichische politische Landschaft nimmt.

Die Eloquenz, der Sachverstand und die große Offenheit, mit der Präsident Kaske Einblicke in Funktionsweise und Bedeutung der AK gab, sowie die spannende Diagnose der politischen Situation in Österreich und Europa begeisterte alle Anwesenden. „Wären doch alle PolitikerInnen so wie Herr Kaske!“, waren sich die SchülerInnen anschließend einig. „Er schafft es anschaulich und authentisch mit sehr viel Geschick jede noch so unangenehme Frage überzeugend und spannend  zu beantworten“. Auch nach zwei Stunden Veranstaltungsdauer wurden sie nicht müde, Fragen zu stellen, was wiederum Präsident Kaske begeisterte.

Die SchülerInnen-Vertretung Nico Schranz und Evelyn Kickinger bedankte sich mit einem Schreiben im Namen aller SchülerInnen bei Präsident Kaske: „Alle Teilnehmenden waren von den von Ihnen präsentierten Inhalten sehr beeindruckt und waren an Ihrer Stellungnahme bezüglich der unterschiedlichen Themen sehr interessiert. Besonders in Erinnerung bleibt uns, wie professionell und spontan Sie selbst auf schwierige Fragen reagieren konnten. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, zu uns an die Schule zu kommen und die Aufgaben der AK sowie momentane Geschehnisse schülerInnengerecht aufbereitet vermittelt haben.“

Text: Mag.a Maria Ettl

Fotos: Mag.a Hajnalka Berényi-Kiss, Jürgen Brunner

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